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Jetzt wird es wissenschaftlich!

14.09.2010 | Bereich: Allgemeine Neuigkeiten

Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Sport zieht Kompetenzbilanz im Jahrgang 2010/11

Der kommende FSJ-Jahrgang wird in der Geschichte des Freiwilligendienstes des Sports eine ganz besondere Rolle einnehmen. Zum ersten Mal soll wissenschaftlich begründet, was bisher oft nur behauptet wurde: Politik und Verbände sind sich über das Bildungspotential eines Freiwilligen Sozialen Jahres bewusst und werben in verschiedenen Kampagnen mit Schlagwörtern wie: „Teamfähigkeit“, „Toleranz“ oder „Persönlichkeitsbildung“.

 

 

Mit wissenschaftlichen Untersuchungsergebnissen können Sie ihre Behauptungen bisher jedoch kaum unterlegen. Aus diesem Grunde startet die Deutsche Sportjugend ab dem 13. September 2010 eine Onlinebefragung zum Kompetenzerwerb Jugendlicher in einem FSJ im Sport. Sie soll nachweisen, was Jugendliche durch ihre Tätigkeiten in den Einsatzstellen des FSJ im Sport wirklich lernen. Dabei interessiert vor Allem, welche Kompetenzen die Jugendlichen in der FSJ-Einsatzstelle durch informelles Lernen (weiter-)entwickeln. Informelles Lernen meint Alles, was sich durch eigenständige Recherchen in Büchern oder durch Befragen Anderer angeeignet wird. Man spricht weiterhin vom „learning by doing“. Um Kompetenzen bewusst zu machen, muss sich zurückerinnert werden. Dabei helfen Fragen wie: „Was kann ich gut?“, „Welche Kompetenzen habe ich wann und wo erworben?“. 

 
Der Begriff „Kompetenz“ leitet sich aus dem Lateinischen „competentia“ ab und bedeutet „fähig oder zuständig sein“ für Etwas oder Jemanden. Kompetenzen sind somit Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten einer Person. Um eine Kompetenzentwicklung zu untersuchen, werden die Kompetenzen der Jugendlichen zu Beginn und am Ende eines FSJ im Sport gemessen. Untersucht werden dabei soziale und personale Kompetenzen. Soziale Kompetenz ist zum Beispiel die Fähigkeit gute und tragfähige Beziehungen aufzubauen oder mit anderen zusammenzuarbeiten. Personale Kompetenz ist u.a. die Fähigkeit eigene Lebenspläne und persönliche Projekte zu realisieren und seine Rechte, Interessen oder Bedürfnisse zu verteidigen. Am Ende des Freiwilligen Sozialen Jahres sollen dann Selbsteinschätzungen der Jugendlichen zu Beginn und am Ende des Freiwilligendienstes verglichen und darüber hinaus mit Fremdeinschätzungen ihrer AnleiterInnen in Beziehung gesetzt werden. 
 
Wir wünschen allen Freiwilligen viel Spaß beim Ausfüllen des ersten Fragebogens dieser neuartigen Studie und danken herzlich für die Teilnahme!
 
 
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