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Aktuelles aus FSJ/BFD

12.08.2011 | Bereich: Allgemeine Neuigkeiten


Die rasante Entwicklung der letzten Wochen in den Freiwilligendiensten ist auch im Sport in Niedersachsen zu spüren und führt zu Änderungen und Neuerungen. Wir versuchen Sie als Einsatzstelle auf dem aktuellen Stand zu halten. Dazu bekommen Sie im Folgenden einen kurzen Überblick über die derzeitige Situation im Bereich Freiwilligendienste im Sport in Niedersachsen.

 



Bundesfreiwilligendienst:
Wir, der ASC Göttingen von 1846 e.V. als Trägerorganisation, sehen in dem neuen Bundesfreiwilligendienst (BFD) eine große Chance für den niedersächsischen Sport und haben von Anfang an versucht, die Weiterentwicklung des Dienstes bestmöglich zu unterstützen. Wie Sie möglicherweise aus der Presse entnommen haben, gibt es seit einigen Wochen eine Vorgabe vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend über eine Kopplung vom BFD und FSJ (2:3-Quote). Das bedeutet, dass jeder FSJ-Träger für drei FSJler zwei BFDler vorweisen muss, um für die FSJ-Plätze die zugesicherte Förderung zu be-kommen. Der Sport hat auf vielen Ebenen um eine Ausnahmeregelung gekämpft und diese auch erreicht. Die 2:3-Quote ist für diesen FSJ-Durchgang im Sport ausgesetzt. Gleichzeitig haben wir die Zusage gegeben, dass wir möglichst viele BFD-Plätze im Sport schaffen. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschlossen, mittelfristig ein möglichst ausgeglichenes Verhältnis zwischen Freiwilligen im BFD und dem altbewährten FSJ im Sport zu erreichen. Deshalb werden wir ab sofort für interessierte Jugendliche und Einsatzstellen im aktuellen Jahrgang (2011/12) ausschließlich Verträge im Bundesfreiwilligendienst erstellen. Die wesentlichen Rahmenbedingungen, Tätigkeitsfelder und Anerkennungen in den beiden Diensten sind nahezu identisch. Die Kosten für die Einsatzstellen sowie die Leistungen (Taschengeld, Sozialversicherung, Kindergeld) für die Freiwilligen sind gleich.

Seminarkonzept:
Das Seminarkonzept mit einem Grund-, Aufbau- und Abschlussseminar von Trägerseite organisiert und finanziert wird es weiterhin in beiden Diensten geben. Sicher ist, dass im BFD zusätzlich fünf bis zehn Seminartage von unserer Seite organisiert und finanziert werden. Diese Seminare werden an einem Bildungszentrum des Bundes (ehemals Zivildienstschule) stattfinden. Zurzeit laufen Gespräche mit den Bildungszentren in Niedersachsen über die inhaltliche Programmgestaltung der Seminare. Wir haben uns persönlich von den Bedingungen des Bildungszentrums Ith überzeugt und freuen uns auf eine Zusammenarbeit. Dieses zusätzliche Seminarangebot wollen wir auch im FSJ im Sport kostenfrei anbieten. Auch dazu laufen Gespräche mit den Bildungszentren.
Arbeitgeberfunktion:
Die Einsatzstelle im Freiwilligendienst wird in Zukunft Arbeitgeber der Freiwilligen sein. Für den Bundesfreiwilligendienst gilt diese Regelung ab sofort, für das Freiwillige Soziale Jahr im Sport gilt das für Verträge ab dem 01. Mai 2012.
Das bedeutet, dass jede Einsatzstelle im BFD eine eigene Betriebsnummer benötigt. Diese werden wir für Sie beantragen. Unter dieser Nummer werden ausschließlich die Freiwilligen geführt. Alle anfallenden Pflichten des Arbeitgebers werden wir für Sie übernehmen, so wie Sie es aus dem FSJ im Sport von uns gewohnt sind. Alle Einsatzstellen im Bereich Freiwilligendienste werden folglich zeitnah Arbeitgeber für die Freiwilligen. Der ASC Göttingen hat sich zu diesem Schritt entschlossen, um einen Teil der Umsatzsteuer im FSJ erheblich zu senken. Diese eingesparten Kosten kommen den Einsatzstellen zu gute. Die Träger in anderen Bundesländern sind uns in dieser Angelegenheit einen Schritt voraus und haben mit diesem Modell durchweg positive Erfahrungen gesammelt.

Betriebsnummer:
Aus diesem Grund werden wir in den kommenden Wochen für ALLE Einsatzstellen eine eigene Betriebsnummer beantragen. Unter dieser Betriebsnummer werden künftig die Freiwilligen im BFD und FSJ geführt. Alle Anfragen, die diese Betriebsnummer betreffen, bitten wir Sie umgehend an uns weiterzuleiten. Wir werden uns dann darum kümmern.
Sollten Sie mit der Beantragung einer Betriebsnummer nicht einverstanden sein, bitten wir Sie uns dies bis zum 22. August 2011 mitzuteilen.

Stellungnahme:
Wir sind uns bewusst, dass die vielen Änderungen und Neuerungen in den Freiwilligendiensten zu Verwirrungen bei Ihnen führen können. Dafür haben wir Verständnis. Wir möchten an dieser Stelle aber noch einmal betonen, dass wir die neue Situation als große Chance betrachten. In dem vergangenem Jahrgang mussten wir die Einsatzstellenkosten erhöhen und das Taschengeld der Freiwilligen auf 250 € pro Monat senken. Das Taschengeld konnten wir erfreulicherweise wieder auf die gewohnte Höhe anpassen. Wir sind optimistisch, dass wir in naher Zukunft die Einsatzstellenkosten im BFD und FSJ senken können. Dazu fehlen uns aber noch klare und verbindliche Zusagen zur aktuellen Förderung. Unser Anliegen bleibt es, Ihren finanziellen und verwaltungs-technischen Aufwand so gering wie möglich zu halten.