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Bericht aus der Ruderakademie in Ratzeburg (2015-25)

29.12.2015 | Bereich: Seminare

Vom 15. bis zum 27. November 2015 trafen sich alle 22 Bundesfreiwilligendienstleistende der Deutschen Ruderjugend, sowie vier weitere Gäste, welche ihr FSJ ebenfalls im Rudersport absolvieren, in Ratzeburg. Unter der Leitung von Andreas König wurde fast zwei Wochen lang gelernt, zugehört, ausprobiert und Spaß gehabt, sodass am Ende alle Teilnehmer als gut ausgebildete Trainer wieder nach Hause fuhren.

Sonntagnachmittag trudelten die ersten Freiwilligen ein, welche teilweise schon seit den frühen Morgenstunden unterwegs waren, um die Ratzeburger Ruderakademie im hohen Norden rechtzeitig zu erreichen. Schließlich begann der Lehrgang mit den obligatorischen Kennlernspielen, denn zwar hatten die meisten Bufdis bereits ein Wochenende miteinander in Berlin verbracht, aber auch die neuen Gesichter sollten schließlich mit eingebunden werden. Nach dem ersten gemeinsamen Abendessen klang der Abend mit kleinen Spielen in der Sporthalle aus.

Im ersten Seminar am Montagmorgen erarbeiteten wir in kleinen Gruppen die unterschiedlichen Interessen und Erwartungen der unterschiedlichen Zielgruppen, mit welchen wir im Verein zusammen arbeiten. Auf diese Weise führten wir uns vor Augen, welche Rollen wir als Trainer einnehmen können und sollen. In großer Runde sprachen wir schließlich noch über das Pararudern, was mittlerweile in vielen Vereinen angeboten wird. Am Nachmittag behandelten wir die Planung und Durchführung von Sportstunden und in einem unterhaltsamen Gruppenquiz beantworteten wir Fragen zu den Ruderwettkampfregeln. Abends fanden wir uns erneut zu Spielen in der Turnhalle ein.

Den Dienstag verbrachten wir mit Reinhart Grahn, dem Leiter des Ratzeburger Sportinternats. Sehr praxisorientiert analysierten wir mit ihm unterschiedliche Aufnahmen von Ruderern und lernten dabei gleich viel über die Kommunikation zwischen Trainer und Sportler. Anschließend erarbeiteten wir das Technikleitbild des Deutschen Ruderverbandes und untersuchten das Olympische Finale des Männer-Doppelvierers auf potentielle Fehler. Nach dem Mittagessen sprachen wir über ein weiteres Thema, mit welchem die meisten Bufdis sich in ihrer Arbeit beschäftigen: Der Organisation und der Methodik der Anfängerausbildung.

Mit Frank Heblich, einem Kieler Sportmediziner, besuchte uns am Mittwoch gleich der nächste Referent. Von der Anatomie des Menschen über die Energiegewinnung und –bereitstellung im Körper bis hin zu den typischen Krankheitsbildern eines Ruderers und ihrer Behandlung verschaffte er uns einen guten Überblick über die im Training zu berücksichtigen gesundheitlichen Themen. Am Nachmittag folgte ein Vortrag von Andreas zur Problematik des Dopings und wieder einmal überraschte er uns mit seiner Fähigkeit, ein auf den ersten Blick langweilig erscheinendes Thema interessant und informativ zu präsentieren. Anschließend wurden wir in der Sporthalle in diversen Laufzirkeln zum Schwitzen gebracht.

Den Tag darauf verbrachten wir dann wieder vollständig an der Seite von Andreas. Nach dem Frühstück widmeten wir uns der Sicherheit auf dem Wasser. Gerade im Anblick der Unfälle, die leider immer wieder im Rudersport geschehen, müssen wir als Betreuer unser Möglichstes tun, um sie zu verhindern. Die Betroffenheit, welche sich während dieses Vormittags bei uns breit gemacht hat, verflog allerdings am Nachmittag weiter, als wir uns mit der Planung von Wanderfahrten auseinandersetzten. Am späteren Nachmittag begaben wir uns wieder in die Sporthalle, denn die erste Gruppenpräsentation stand an: Fünf von uns hatten anhand des bisher Gelernten eine Trainingsstunde für U15-Sportler vorbereitet. Gemeinsam mit der Kindergruppe des Ratzeburger Ruderclubs hatten wir bei einem Kraftausdauerzirkel und anschließendem Mattenvölkerball viel Spaß.

Schließlich stand der Freitag an und mit ihm unser ersehnter freier Nachmittag! Doch zuvor behandelten wir noch die Themen „Kinder- und Jugendschutz“ in angenehm lockerer Atmosphäre und bei „Öffentlichkeitsarbeit und Events“ analysierten wir die Internetseiten und medialen Auftritte unserer Vereine. Nach dem Essen entschwand die Gruppe dann in unterschiedliche Richtungen: Ein kurzer Abstecher zuhause, die Besichtigung der Lübecker Innenstadt oder eine große Portion Schlaf standen auf den Plänen.

Nachdem alle wieder heil zurückgekehrt waren begann der Sonntag mit einer Einheit zum Stabilisations- und Beweglichkeitstraining. Der Physiotherapeut und Ratzeburger Trainer Sebastian Schulz zeigte uns in einem Zirkeltraining viele neue Übungen. Den Nachmittag gestaltete Svenja Kilzer zum Thema der sportlergerechten Ernährung. Und wer von uns dann noch nicht genug Sport gemacht hatte, der kam spätestens beim Sportturnier am Abend voll auf seine Kosten. Völlig erstaunt stellten wir fest, dass die erste Woche in Ratzeburg wie im Fluge vergangen war.

Den nächsten Morgen gingen die meisten von uns recht kritisch an: Einen ganzen Tag sollten wir mit dem so trocken klingenden Thema „Kommunikation“ verbringen?! Da ist doch Langeweile vorprogrammiert, dachten wir. Doch die Referentin Birte Hoffmann überzeugte uns mit Leichtigkeit von Gegenteil. Am Vormittag bearbeiteten wir die unterschiedlichen Botschaften, die Gesagtes übermitteln kann, sowie die nonverbalen Kommunikation. In selbstgedrehten Filmsequenzen analysierten wir unter viel Gelächter die unbewussten Gesten der Sprechenden. Auf dieser Grundlage konnten wir für uns festlegen, wie man als Trainer am besten mit seinen Sportlern kommunizieren sollte. Nachmittags lag unser Fokus auf der Gruppendynamik und anhand von kleineren Spielen konnten wir unsere eigene Gruppe und unser Verhalten in ihr reflektieren. Mit einem selbstorganisieren Kraftzirkel für U17-Sportler endete der Tag in der Sporthalle.

Gemeinsam mit Andreas bearbeiteten wir am Montag die Themenblöcke „Alternative (Sport-) Angebote“, wie viele von uns sie organisieren und begleiten, „Sportorganisation“ und „Aufsichtspflicht“. Aufgelockert wurde der Tag durch ein Geländespiel, bei welchem wir in Gruppen ein zuvor verstecktes Ei suchen, kochen und verzieren mussten. Am Abend führte uns der Ratzeburger Rudertrainer Malte Glomp uns ins Krafttraining, speziell die Technik des Umsetzens, ein.

Am Dienstag besuchte uns der Hamburger Landestrainer Dirk Brockmann und hielt am Vormittag einen Vortrag über Kondition und Koordination. Hierbei erörterten wir unter anderem die Frage, ob man bereits im Kinderbereich mit Krafttraining beginnen soll, oder durch gezieltes Kräftigungs-Training den Bewegungsapparat stabilisieren sollte. Am Nachmittag lernten wir von ihm dann noch etwas zu unterschiedlichen Trainingsprinzipien, -mitteln und –formen.

Die letzten beiden vollen Tage verbrachten wir an der Seite des Internatstrainers Marc Swienty. Sehr praxisnah übten wir mit ihm die Arbeitsschritte zur Trainingsplanung und lernten, was sich hinter Begriffen wir „HINA“, „Vorbereitungsperiode 1 & 2“ oder „Superkompensation“ versteckt. Der erste Nachmittag wurde dann durch eine kleine Präsentation zu Übungen im Ruderboot, sowie einer U19-Trainingseinheit in der Sporthalle aufgelockert.

Donnerstagmorgen ging es für uns dann in kleinen Gruppen hinunter in die Bootshalle, wo Marc uns von der Einstellung der Innenhebel bis zur Neigung des Stemmbretts alles erklärte. Am Nachmittag stellten wir noch unsere am letzten Tag selbst entwickelten Trainingspläne vor, bevor es ein letztes Mal zum Stationstraining mit den Ratzeburger Kinderruderern in die Halle ging.

Der letzte Abend wurde ganz unter dem Motto des „Kindergeburtstags“ mit Konfetti, lustigen Spielen und Torte zelebriert. Den Höhepunkt der Nacht stellte die Oscar-Verleihung dar, bei welcher unter anderem der größte Handy-Suchti, aber auch die Siegerin des Flachwitze-Contests gekrönt wurde.

Am Freitagvormittag stand noch die kurze Zusammenfassung aller behandelten Themen an, bevor dann endlich die Trainer-C-Lizenzen unter Applaus ausgeteilt werden konnten. Mit einem letzten gemeinsamen Mittagessen beendeten wir den Lehrgang und etwas traurig darüber, dass die zwei Wochen schon vorbei waren machten wir uns auf den Weg in unsere Heimatstädte.

Lieber Andreas, wir bedanken uns bei dir für diese interessante und lehrreiche Zeit. Einige von uns wirst du sicher in ein paar Jahren beim Trainer-B-Schein wiedersehen!

Bericht vom Zwischenseminar 2015-10

28.12.2015 | Bereich: Seminare

Anfang Dezember war es wieder so weit. Die Teilnehmer der Seminargruppe 10 trafen sich zum vierten Mal in Clausthal-Zellerfeld. Nach einer langen Anreise war die Wiedersehensfreude zwischen den Freiwilligendienstleistenden sehr groß. Natürlich wollten alle, vor allem die beiden Referenten Cong und Melli, wissen, wie es uns in der Zwischenzeit an den Schulen und in den Vereinen ergangen ist.
Danach ging es direkt mit dem Theorieunterricht weiter. Dabei haben wir die Geschlechterrollen im Sportunterricht untersucht. Dabei gingen wir vor allem auf die typischen Cliches ein. Dann diskutierten wir Vor- und Nachteile von getrennten Jungs- und Mädchengruppen im Sportunterricht. Dabei viel auf, das eine Trennung erst mit fortgeschrittenem Alter sinnvoll ist.
Nach dem Abendessen haben sich die Teilnehmer dann noch zu einer Partie Fußball verabredet. Der Abend klang dann mit gemütlichem Fernsehen aus.

Nach dem Frühstück ging es am zweiten Tag dann direkt in die zweite Theorieeinheit. Wir beschäftigten uns mit der Gesellschaft im Sportverein. Durch kleine Sketche und Talkshows simulierten wir, wie in den Sportvereinen mit Benachteiligten Jugendlichen, Alkohol- und Drogenkonsum, Religion usw. umgegangen werden sollte.
Als Auflockerung nach der Theorie haben wir nochmal den Tanz für das Turnfest in Göttingen im kommenden Sommer geübt. Zum Song „Enjoy your rhythym“ tanzten wir uns einmal durch die Sportakademie und nahmen verschiedenste Videos auf.
Nach dem Mittagessen ging es dann direkt in die Halle. „Laufen ohne Schnaufen“ war das Thema der Praxiseinheit. Die Frage war, wie gestaltet man den Ausdauerlauf so, dass der Läufer quasi gar nicht merkt wie weit er läuft.
Nach der Praxis haben wir dann nochmal in der Theorie angeguckt, welche verschiedenen Methoden es für das Ausdauertraining gibt: Die Dauermethode, die Intervallmethode, und die Wiederholungsmethode. Dabei untersuchten wir die Unterschiede der Methoden in Bezug auf Belastung und Effekt.
Dann beschäftigten wir uns mit dem Thema Kommunikation. Dazu sollten wir eine komplexe Geschichte als stille Post weitergeben. Schnell merkten wir, dass die richtige Kommunikation immer vom Sprecher abhängt. Es liegt an ihm, dem Adressaten seinen Wunsch richtig zu vermitteln. Außerdem wurde uns noch gesagt, dass man nicht nicht kommunizieren kann. Kommunikation fängt also auch schon bei der richtigen Körperhaltung an.
Nach dem Abendessen beschäftigten wir uns nochmals mit Gruppenprozessen. Wie schafft man es durch kleine Spiele, die Gruppe zusammenwachsen zu lassen und zu einem Team zu werden?
Am Abend entspannten sich die Teilnehmer und Referenten nach einem anstrengenden Tag in der Sauna.

Am Mittwoch stand dann das komplexe Thema Planung und Organisation einer Freizeit auf dem Programm. Dabei stellten wir realistisch nach, wie eine Planung einer großen Freizeit abläuft. Es galt vieles zu beachten, darunter erst einmal die Wahl des richtigen Standortes, dann den Bus mieten, Subventionen durch den Landessportbund zu beantragen usw.
Nach dem Mittagessen kam dann das Thema Inklusion im Sportunterricht. Zunächst untersuchten wir in der Theorie, wo uns Inklusion im Alltag und in der Schule vorkommt und wie wir mit körperlich Beeinträchtigten Personen im Sportunterricht umgehen. Danach besuchten uns zwei Gastreferenten aus der Bundesliga des Rollstuhlbasketballs. Nach dem sie von den Möglichkeiten im Behindertensport gesprochen haben, packten sie ihre Rollstühle aus und wir machten unsere erste Erfahrung im Rollstuhl. Es erforderte viel Koordination und Kraft den Rollstuhl schnell im Slalom zu fahren. Mit der Zeit nahmen wir dann auch einen Basketball hinzu. Am Ende spielten wir mit vier kleinen Mannschaften ein kleines Turnier. Alle Teilnehmer hatten hierbei sehr viel Spaß.
Nach dem Abendessen kam dann eine Vertreterin des Turnfests in Göttingen und klärte mit uns Fragen. Außerdem wurden Quartiermeister für die Schulen eingeteilt. Abends ging die Gruppe dann noch in die Stadt.

Am Tag vier standen wieder einmal Trendsportarten auf dem Programm. Diesmal wurde Stöcki, Bumball und Ultimate Frisbee gespielt. Auch hier hatten wieder alle Teilnehmer viel Spaß.
Nach dem Mittagessen wurde dann unsere Projektplanung vorgestellt. Schnell hat man gemerkt, dass man auf jeden Fall bis zu einem Jahr Vorbereitungszeit einplanen sollte. Sonst wird vieles zu knapp. Vor allem der finanzielle Teil beansprucht viel Zeit, durch Beantragung durch Zuschüsse usw.
Danach beschäftigten wir uns mit dem Thema Diskriminierung im Sport. Wie können wir als Übungsleiter/in verhindern, dass es im Sportunterricht zu Diskriminierung kommt?
Am Nachmittag waren wir wieder in der Turnhalle und haben uns mit dem Thema „Kinder-Krafttraining“ auseinander gesetzt. Die Frage war anfangs, ob das überhaupt möglich ist. Schnell kamen wir durch verschiedene Übungen auf die Antwort. Ja ist es! Wichtig ist allerdings auch hier, dass man die Übungen in spannende Geschichten verpackt. Dann fällt den Kindern die Anstrengung gar nicht auf.
Nach dem Abendessen kam nun der Abschlussabend. Durch das „Chaosspiel“ liefen alle Teilnehmer wie verrückt durch die Sportakademie und suchten kleine Zettelchen, nur um dann drollige Aufgaben zu erfüllen. Am Ende waren alle ausgelaugt, aber alle hatten ihren Spaß.
Am Abend wurde dann noch eine Partie Hitparade gespielt.

Am Freitag wurde nach dem Frühstück zum Thema langfristige Zielsetzung noch eine Zusammenfassung aller vier Wochen gestaltet.
Dann musste noch viel Organisatorisches geklärt werden. Der Abschied fiel auch dieses Mal wieder schwer. Alle FWD-ler freuen sich jetzt schon auf das Wiedersehen auf dem Abschlussseminar.

Wochenbericht Seminargruppe 30

02.12.2015 | Bereich: Seminare

Nach unterschiedlich langer Anreise begann das Seminar am Montag um 12:00 Uhr. Bis auf einzelne Teilnehmer hatten sich alle pünktlich eingefunden. Nachdem einige organisatorische Dinge geklärt und die Zimmer bezogen worden waren, gab es die erste Kaffeepause. Danach wurden durch Kennlernen- und Bewegungsspiele die Unsicherheit und die anfänglichen Bedenken von den Teilnehmern genommen und die Gruppendynamik und das Miteinander gestärkt. Nach dem Abendessen gab es noch eine kleine Einheit mit allgemeinen Informationen über das FWD. Anschließen konnte man in der Sporthalle noch etwas aktiv werden. Abends fielen schließlich alle, müde durch die Anreise und den Tag, ausgepowert ins Bett.

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Bericht Seminargruppe 2015-27

19.11.2015 | Bereich: Seminare

Vom 28. September bis zum 2. Oktober lud uns der Niedersächsische Tennisverband zum Seminar für die FSJler und BufDis der Seminargruppe 27 nach Bad Salzdetfurth. Zum ersten Mal wurden zwei Gruppen zusammengelegt, nämlich die Tennisgruppe und die Breitensportler, bei denen auch von Fußball über Eishockey, Hockey, Kunstturnen und Handball alles dabei war.

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Seminarbericht GL 2015-04 in Lastrup

11.11.2015 | Bereich: Seminare

23 Sportler auf dem Weg in das wunderschöne, kleine Lastrup


Egal, ob mit dem Auto oder mit der Bahn, 23 Sportler und Sportlerinnen verschiedener
Vereine machten sich auf den Weg in das wunderschöne, kleine Lastrup, um dort 5 Tage
zu verbringen. Alle hatten das selbe Ziel: In ihrem Freiwilligen Sozialen Jahr oder
Bundesfreiwilligendienst den Grundlehrgang für die Übungsleiterlizenz C Breitensport zu
absolvieren.

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