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Seminarbericht Langeoog III

03.07.2013 | Bereich: Seminare

Langeoog 3, Abschlussseminar 2013

Strand, Sport und Sonne gehörten auf dem Abschlussseminar Langeoog 3 auf jeden Fall dazu. Nach einer etwas holprigen Anreise (wegen Stau auf der Autobahn mussten wir die Fähre drei Stunden später nehmen als ursprünglich geplant) kamen wir auf der Nordseeinsel an. Wer nun dachte, die Anreise sei fast geschafft, der hatte sich getäuscht. Der auf Handzetteln angekündigte „sehr lange Fußmarsch“ entpuppte sich tatsächlich als solcher.
Das Zeltlager, geleitet durch ehrenamtliche Mitarbeiter, war schnell bezogen und die Dienste wurden oben auf einer Düne verteilt: Wer sich zunächst um den Küchen- oder Fotodienst zu drücken versuchte, wurde schnell eines Besseren belehrt. Denn dann wurden die Klodienste verteilt und wer dann immer noch keine Aufgabe erhalten hatte, stand ab dem Zeitpunkt „zur besonderen Verfügung“ (ZBV) bereit.
 

Wie anspruchsvoll ihre Aufgabe war, bekamen die „ZBV-Leute“ am nächsten Nachmittag direkt zu spüren. Nachdem wir vormittags eine theoretische Einheit zu unseren Erwartungen und der Realität unseres FSJs absolviert hatten, nutzten wir den sehr sonnigen Nachmittag für die „Olympischen Spiele“ am Strand, zu denen natürlich einige Geräte getragen werden mussten. Nachdem wir alle einmal durch den Tunnel, gebildet aus in zwei Reihen stehenden Leuten, gelaufen waren, verausgabten wir uns beim Beachvolleyball, Fußball, Lacrosse, Pyramiden bauen, Yoga und Z-Ball. Am Abend organisierten die Referenten eine Rally für uns, bei der wir unserer Kreativität nicht nur beim Erfinden eines Schlachtrufs sondern auch bei der Bewerkstelligung der verschiedenen Aufgaben freien Lauf lassen konnten.
Wer wollte, konnte jeden Morgen zum Frühsport antreten. 6.30 Uhr, dann 45min lang durch die Dünen und am Strand entlang joggen und zum Abschluss einmal ins gar nicht so kalte Meer eintauchen. Nicht viele taten sich diesen Spaß an, wer jedoch mitmachte, wusste die besondere Atmosphäre durchaus zu schätzen. 
Am Mittwoch nahmen wir vormittags an zwei Workshops teil. Von Strand-Workout über Interkulturelles Training bis Yoga war alles dabei. Nach dem schnell vergangenen Vormittag, begann es leider zu regnen. Eingehüllt in Regenklamotten wanderten wir gewappnet mit Handschuhen und Mülltüten den Strand entlang und sammelten alles ein, was nicht nach Natur aussah. Dabei stellten wir fest, dass genau dort, wo wir umkehren sollten, die richtige „Müllkippe“ erst begann. In einer anschließenden Theorieeinheit berechneten wir noch unseren ökologischen Fußabdruck.
Ein weiteres tägliches Ritual war die Wahl des „Dönigs“. Dieser durfte sich eine Regel und auch eine Strafe für das Nichtbefolgen der Regel überlegen. Die Dönig-Krone erhielt man für besondere Pannen oder auch dann, wenn man etwas besonders gut gemacht hatte. Die wohl lustigste Regel war, dass die Referenten bei Ankündigungen jeden Satz mit „in meiner Hose“ beenden mussten. Ansonsten hätten sie ihr Gepäck zur Fähre tragen müssen, anstelle es auf den Treckeranhänger zu laden.
Donnerstag liefen wir nach Workshops zur Persönlichkeitsentwicklung bei den „Kleinen Olympischen Spielen“ noch einmal zu sportlicher Höchstform auf. Besonders die Station, an der Wasser aus einem Pott in den anderen mithilfe eines Schwammes transportiert werden musste, sorgte für Aufregung. Denn schnell hatten die Teams erkannt, dass der Mund ein weiteres Transportmittel sein könnte. Haken an der Sache war nur, dass das Wasser zwischendurch nicht gewechselt wurde.
Wenn wir einmal nichts zu tun hatten, gab es einen Ort, an dem man immer jemanden traf: Das Waschhaus mit seinen vier Steckdosen war heiß begehrt, schließlich wollten sich die Meisten nicht so plötzlich von ihrer Smartphone-Sucht abwenden.
Der Abschlussabend wurde durch einige FSJler organisiert. Da das Wetter sich nicht mehr von seiner besten Seite zeigte, sammelten wir uns alle im Speisesaal zusammen. Bei dem ersten Spiel galt es, in einer Gruppe bestimmte Dinge zu besorgen, es durfte allerdings immer nur einer laufen. Auch die danach folgende Hitparade sorgte für Stimmung.
So holprig wie es mit der Hinfahrt begonnen hatte, hörte das Seminar leider auch wieder auf. Während man morgens um fünf den Starkregen noch als gemütliches Prasseln auf die Zeltwand wahrnahm, entpuppte sich der Regen schnell als unser bester Feind. Denn die ganze Stunde lang, die wir zur Fähre laufen mussten, schüttete es aus Eimern. Da halfen auch die Mülltüten, die die Meisten sich übergestülpt hatten, nicht mehr viel.
Trotz der etwas kalt und nass geratenen Abreise blicken wir positiv auf die Langeoog-Fahrt zurück. Das Seminar hat uns die Gelegenheit gegeben, das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen und die vielen Spiele trugen zur guten Stimmung bei. Außerdem schlossen wir Freundschaften, die hoffentlich auch über das FSJ hinaus noch halten werden. Ein großer Dank geht an das Referenten-Team, welches dafür gesorgt hat, dass wir eine Woche lang Spaß hatten.