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Seminarbericht Baltrum

04.07.2013 | Bereich: Seminare

Einundsechzig Teilnehmer und neun Referenten machten sich auf und gingen für eine Woche nach Baltrum. 
Unsere Reise begann am Montag, den 10.06.13 um 14.30 Uhr. Auf Baltrum angekommen, gab es am Dorfplatz zur Einstimmung und gegenseitigen Kennenlernen „fernöstlichen“ Energizer und danach ging es auch schon weiter zum Zeltplatz, wo die Zelte gleich bezogen wurden. Nach dem Abendessen wurden schnell ein paar Dienste verteilt und ein paar Regeln erklärt und dann startete auch schon unser Abendprogramm. Hier ging es vor Allem ums kennen lernen und zum krönenden Abschluss wurde eine riesen Menschenpyramide gebaut. Nach dieser kleinen Einheit ging es schnell in die Betten, denn immerhin hieß es morgens um 6:30 Uhr Frühsport. Naja, zumindest für einige Wenige.

Als dann alle wach waren ging es nach dem Frühstück mit dem Programm weiter und die Teilnehmer tauschten ihre Erfahrungen über den FWD aus, stellten ihre Projekte in kleinen Gruppen vor und lernten sich noch etwas kennen. 
Nachmittags wurde es dann interessant: es begannen „the Baltrum Olympic Games.“ Diese einzigartige Variante der Olympischen Spiele ist extrem vielseitig und erfordert nicht nur sportliche Fähigkeiten, auch Koordination und Kreativität sowie einen extrem guten Teamgeist. Aufgrund der enormen Komplexität zogen sich deswegen die Wettkämpfe auch über drei Tage und Nächte hin.
Schon am Dienstag wurde bis spät in die Nacht die Insel erforscht und Aufgaben gelöst. Nicht selten hörten Hasen und Wildschweine in den Dünen auf einmal ein Fliegerlied oder Gesänge von roten Pferden. Diese Nachtaktion ließen wir gemeinsam am Lagerfeuer gemütlich mit Gitarre, Gesang und Stockbrot mit Nutella ausklingen.
Bevor wir wieder ins Bett gingen, müsste vielleicht nochmal von der Wahl des Dönigs erzählt werden. Für jeden Tag wurde ein tollpatschiger oder verpeilter Mensch gewählt, der am Tage eine dönige Aktion geleistet hat. So gewann am zweiten Tag wieder Christina mit der Geschichte, dass sie ihre Papierkrone aufwaschen wollte, damit sie am Tage schön glänzt.
Am Mittwochmorgen machten sich einige kleine Gruppen Gedanken um verschiedene wichtige Themen wie „funktionelles Training“, „Hochwasser in Deutschland“, „Vielseitig – Toleranz im Sport“ und „Was machen wir am letzten Abend?“
Nach der ausführlichen Theorie wurde fix etwas gegessen, man widmete sich etwas der neuen Trendsportart „seerobbing“ und ab gings an den Strand. In den „Baltrum Olympic Games“ ging es jetzt um Beach Korbball, Beach Lacrosse, Beach Mattenball und Beach Wasser-aus-Meer holen.
Entsprechend gut sahen alle am Abend aus – aber jeder war extrem motiviert und gut dabei. Apropos gut dabei: Am Abend waren ein paar von dem Sand so genervt, dass sie sich doch glatt auszogen. Doch einige Dinge bleiben auf Baltrum, deswegen geht es nun mit Tag vier – Donnerstag – weiter.
Der Morgen begann für alle mit einem Kilo Watt zwischen den Zehen, denn die obligatorische Wattwanderung war angesagt. Unter der Anleitung der staatlich geprüften Wattführerin mit Schwimmkenntnissen lernten dann auch die letzten Landeier Dinge wie: Wattwurm, lebende Muscheln und Watt kennen. Wat mui.
Am Nachmittag widmete man sich dem Thema: Persönlichkeitsentwicklung. Es wurde darüber nachgedacht, wie man sich in diesem Jahr entwickelt hat und wohin die „Reise“ noch gehen soll. Dies war für einige Teilnehmer ein tiefreflektierendes Erlebnis und Einige von Ihnen setzten einen Brief auf, den sie in fünf Jahren öffnen werden. Bestimmt spannend.
Bevor wir mit dem Abschlussabend starteten, musste noch die Siegerehrung der Olympic Games durchgeführt werden. Hierbei gab es einige tolle Preise zu gewinnen. Zudem sollte bis zu diesem Zeitpunkt jeder die Wochenaufgabe erfolgreich gemeistert haben. Diese bestand darin, dass jeder FSJler einen Menschen, den sie zufällig am Montag gelost bekommen haben, die Woche über verwöhnen sollte. Manchmal glückte es. Manchmal auch nicht.
Nun konnte der Abschlussabend starten. Eingeläutet wurde das Ganze mit einem tollen Grillen. Es gab viele leckere Salate und Würstchen. Nach dem Abendessen ging es weiter mit dem Chaosspiel, welches seinem Namen alle Ehre machte – für die nächsten zwei Stunden stellten die 61 Teilnehmer das Lager auf der Suche nach bestimmten Zahlen wie eine Horde Suchhunde auf den Kopf. Dabei erledigten sie bestimmte Aufgaben wie Karten mit dem Mund weitergeben (sofern sie nicht vorher runterfiel), den kleinen asiatischen Referenten zu umarmen oder ihren Teamnamen zu tanzen.
Danach gingen alle ziemlich schnell erschöpft in ihre Betten.
Am nächsten Tag stand dann eine riesen Putz-Party an. Es wurde gewischt, abgewaschen, Fenster gereinigt, Zelte ausgefegt, Müll gesammelt und und und. Schnell zeigte sich: Viele Hände, schnelles Ende und so war bereits nach 92 Minuten das Lager blitzblank und glänzte. Schnell noch Feedback, etwas Robin Williams getanzt und ab ging es zur Fähre.
Am Ende waren alle zufrieden, die Referenten mit den Teilnehmern, die Teilnehmer mit den Referenten und Alle über das ausführliche Seerobbing in dieser Woche, egal ob am Strand oder auf der Liebesbank.



Geschrieben von Janine Schmitz und Robert Schmidt 
Anmerkung der Redaktion: Alle Begriffe sind geschlechtsneutral und treffen auf Männlein und Weiblein gleichermaßen zu.