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Bericht vom Aufbaulehrgang 27 in Göttingen

11.01.2012 | Bereich: Seminare

Es ist Montag, der 02. Januar 2012, 12.00 Uhr. In der Göttinger Jugendherberge finden sich 22 FSJler ein, um ihren Aufbaulehrgang zum Übungsleiterschein unter der Leitung von HaJü und Maxie zu absolvieren.  

Wer in den ersten Tagen die Chance sieht, sich vom anstrengenden Silvester-Marathon oder Neujahreslauf zu erholen, der irrt sich. Gleich zum Auftakt einer ereignisreichen Woche standen „Rhythmus und Bewegung im Tanz“ auf unserem Stundenplan. Nach einer Einführung in die Radwende, war der erste sportliche Teil unserer Lehrgangswoche beendet. Was niemand ahnte, diese sportlichen Aktionen werden uns in Form von Muskelkater bis zum Lehrgangsende begleiten. Nach einer „Drumsession“ mit Pepper war der erste Lehrgangstag auch schon abgeschlossen. Natürlich blieb das Göttinger Nachtleben vor den Lehrgangsteilnehmern nicht sicher.
 


Der Dienstag begann mit einer Theorieeinheit, bei der wir uns mit den Entwicklungsphasen unseres Körpers auseinandersetzten und sich einige von uns in das Zeitalter des Säuglings versetzen mussten. Als angehende Übungsleiter stellten wir uns auch die Fragen, wie wir Säuglinge, Vorschulkinder oder auch Jugendliche, die gerade die Pubertät durchmachen, angemessen in unsere Übungsstunden einbinden können. Ob Jan im Säuglingsalter oder Kristan im späten Vorschulalter, nach allen Vorträgen war die nächste praktischen Einheit dran. Nach einer Stunde Tischtennis mit Lukas, in der er uns in Angaben, Schlägerhaltungen und Regeln einführte, galt es in Isa’s Lehrversuch die Künste des Weitsprungs zu erlernen. Nach dem - für den ein oder anderen ungemütlichen - Einlaufen vor der Sporthalle, galt es mit den verschiedensten Sprungübungen, die Sprungweiten zu steigern. Diese Übungen taten ihr übriges zu dem bereits vorhandenen Muskelkater und ließen uns den Tag auch nicht so schnell vergessen. Danach konnten wir unseren Energiehaushalt mit der Mittagspause wieder auffüllen. Nach dem Mittag standen die menschlichen Entwicklungsphasen in praktischer Ausführung auf unserem Programm. Mit Bällen versuchten wir uns an Übungen, die jeweils speziell auf unsere Gruppen zugeschnitten waren. Nach dieser Einheit ging es zu der neuen Lieblingssportart unseres Kurses. Bereits im Grundlehrgang stand auf dem Göttinger Kiessee eine Einheit „Kanupolo“ auf dem Programm. Da wir (O-Ton HaJü) Spielkälber seien, stand Kanupolo auch wieder auf dem Programm des Aufbaulehrgangs. Da es im Göttinger Kiessee jedoch ein wenig zu kalt war, wichen wir auf die Uni-Schwimmhalle aus. Neben Kentern und Kenterrolle standen zwei Stunden Kanupolo mit drei Mannschaften auf dem Plan. Den Abschluss bildeten einige akrobatische Sprünge vom 1m-Brett der Schwimmhalle, wobei der ein oder andere das Brett an seine Grenzen brachte. Wobei – Jannick – von uns erhältst Du für deine Ausführung eine glatte 10,0 

Am Mittwoch teilten wir unsere Gruppe, die eine Hälfte probierte sich beim Cardio-Tennis aus und die andere Hälfte beim Klettern. Ob bei Koordinationsleiter oder Slalom und Vor- und Rückhand, die Teilnehmer schwitzten. Die Teilnehmer des Kletterns im RoXx haben neue Höhen in der Göttinger Kletterhalle erklommen. Nachdem alle ihren Vormittag abgeschlossen haben, war (Ironie an) die Vorfreude auf den Nachmittag groß (Ironie aus). Auf dem Lehrgangsplan stand „Ausdauertraining“ und „Funktionsgymnastik“. Aber als Silke vor uns standen, waren alle Schreckgespenster weg, denn Silke konnte uns alle ohne viel Aufwand motivieren. Neben einer Theorieeinheit zum Thema aerobe Ausdauer, bewaffneten
wir uns mit Pulsuhren, um jederzeit unseren Puls kontrollieren zu können. Auch wenn der ein oder andere – laut Pulsuhren – bereits das zeitliche gesegnete hätte, machten wir uns auf einen 8 Stationen umfassenden Stationenlauf, um uns an die verschiedenen Trainingsstufen heranzuführen. Aber auch zwischen den Rundläufen gönnten wir uns eine „lohnende Pause“, um unseren Puls wieder auf ein gewisses Niveau zu senken, jedoch nicht wieder in den Keller fallen zu lassen. Nach einer Kaffeepause, die wir uns wirklich verdient hatten, stand die Funktionsgymnastik auf dem Programm. Silke war mit uns in fast allen Muskelgruppen des Körpers unterwegs, bevor wir uns praktisch an den Flexi-Bars ausprobierten und somit unsere Tiefenmuskulatur trainierten. Dank HaJü und Maxie war unser Tagesprogramm nach einer kurzen Einheit „Wie finanziere ich meinen Verein?“ beendet, da unsere Energiereserven nahezu aufgebraucht waren. Um uns ein wenig zu entspannen, haben wir uns alle entschieden, den Abend gemütlich in der Göttinger Schwimm-Oase ausklingen zu lassen. Vorsichtigen Schätzungen zu folge, waren kurzzeitig zur Entspannung 16 Teilnehmer in einem Wirlpool, um gemeinsam unter Leitung unserer Gesangschefin Maxie in entfernte Dschungel-Rhythmen zu entschweben.

 Am Donnerstag-Vormittag tauschten wir unsere Gruppen. Die, die gestern in schwindelerregenden Höhen unterwegs waren, konnten nun ihren Puls beim Cardio-Tennis in die Höhe treiben. Die andere Gruppe erklomm die Höhen des RoXx. Am Nachmittag erhielten wir Besuch von einer externen Referentin, um über das Thema „Suchtprävention“ zu sprechen, aber auch um die verschiedenen Formen von Sucht zu diskutieren. Die Zahl der Alkoholtoten pro Jahr, die bei 74.000 Menschen pro Jahr liegt, erschreckte uns alle jedoch deutlich. Ein Beispiel für eine Todesdroge ist „Krokodil“. Schon nach dem ersten Spritzen der Todes-Droge verfärbt sich die Haut grün-grau, es bilden sich Geschwüre. Der Gift-Mix frisst den Körper von innen auf. Durch diesen Vortrag wurde mit Sicherheit der ein oder andere Gedanke zum Thema „Suchtprävention“ mit nach Hause genommen. Den theoretischen Abschluss unseres vorletzten Tages bildete das Thema „Übungsleiterverhalten“. Was sagen wir durch unsere Körperhaltung aus und über welche Wahrnehmungskanäle können wir Inhalte und Übungen vermitteln, dies waren die entscheidenden Punkte, die wir in unseren Gruppen bearbeiten mussten. Da wir uns nun allmählich dem letzten Tag näherten, stand unser Abschlussabend auf dem Programm. Gegen 20.00 Uhr kehrten dann die Werwölfe in die Jugendherberge ein, um nach und nach alle Lehrgangsteilnehmer auf heimtückische Weise mit in das Reich der schwarzen Magie zu entführen. Aber alle Teilnehmer konnten den Werwölfen schlussendlich entfliehen.


Am Freitag hieß es früh aufstehen, denn bereits um 09.00 Uhr hieß es am Uni-Sportzentrum „Koordination üben“. Jonny schickte uns in seinem Lehrversuch in verschiedensten Übungen durch die Koordinationsleiter. Nach Jonnys Lehrversuch waren wir mit dem Thema „Selbstbehauptung“ noch einmal gefordert. Vinka zeigte uns, wie wir mit leichtesten Übungen unsere Aussagen mit unserer Gestik und Mimik unterstützen können, aber auch, was wir alles aus der Körperhaltung anderer Menschen erfahren können. Außerdem zeigte sie uns, wie wir in brenzlichen Situationen einschreiten können, um Verletzungen zu vermeiden.
Den Abschluss unseres Lehrgangs fanden wir in dem Thema „Medienpädagogik – Web 2.0“. Sabine zeigte uns, was Google, Facebook und Co alles über uns wissen, aber warum wir es Google und Co auch so einfach machen. Aber auch die Aufgaben
 von Sabine bei der Freiwilligen Selbstkontrolle (FSK) waren ein Thema in unserem  Seminar.