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Wochenbericht vom Klimaschutzseminar

13.03.2012 | Bereich: FÖJ im Sport

Im Rahmen unseres Freiwilligen Ökologischen Jahres besuchten wir nun schon unser drittes Seminar, diesmal zum Thema Klimaschutz vom 03. – 07. Januar 2012 im Tagungshaus des Kreissportbund Emsland in Sögel.
Der erste Tag begann ziemlich entspannt. Unsere Anreise sollte auch hier wieder bis 13 Uhr erfolgen und das schafften die meisten erfolgreich. Da waren wir nun also, in der Jugendbildungsstätte Marstall.
Nachdem wir dann unsere Zimmer begutachtet haben und vielleicht auch schon den einen oder anderen Koffer leer geräumt hatten, gingen wir voller Spannung und mit leerem Magen zum ersten Mittagessen in dem katholischen Tagungshaus. Das Essen war lecker und wir konnten um 14 Uhr gestärkt den ersten Programmpunkt abhandeln. Wir fragten uns dort, was der Klimawandel bedeute und bzw. oder ob es ihn überhaupt gibt?! Fragen über Fragen, denen wir zusammen mit Maike und Jens auf den Grund gegangen sind. Den Treibhauseffekt zum Beispiel, ertappten wir mithilfe mehreren kleinen Theaterstücken.
Fix und fertig gingen wir um 18 Uhr zum Abendessen und genossen dann zusammen den freien Abend.

Am Dienstag erschienen alle pünktlich zum Frühstück. Zu verdanken hatten wir das vermutlich der einfallsreichen Aufwachmusik. Welche jeden Morgen um viertel vor acht durch den Flur ertönt. 
Von neun Uhr an beschäftigten wir uns mit dem Thema Ernährung, es ging darum, wie wir uns ernähren und wieso. Wir sprachen über die Vorurteile von Fleischessern, Vegetariern und Veganern. Ebenfalls wurden wir darüber aufgeklärt welche Auswirkungen besonders landwirtschaftliche Produkte und deren Herstellung auf unser Klima hat. Nach dem leckeren Mittagsessen freuten sich schon die Meisten auf die Exkursion zu einer Biogasanlage im Umland. Wir wurden in zwei Gruppen eingeteilt, da es zwei Höfe zur Auswahl gab und machten uns prompt auf den Weg zu den jeweiligen Höfen. Wieder zurück in der Tagesstätte hatten sich die beiden Gruppen viele Details zu erzählen. Die „Maike-Gruppe“ durfte nämlich nicht nur den Komplex der Biogasanlage besichtigen, sondern auch einen Einblick in den Kälbermaststall bekommen. Die Biogasanlage hinterließ einen positiven Eindruck, wobei der Maststall eher das Gegenteil verzeichnete.
Das gemeinsame Abendessen rundete den Tag dann ab.

Am dritten Tag in der Jugendbildungsstätte Marstall wurden wir mit Musik von Michael Jackson geweckt und erschienen auch wieder pünktlich um acht zum Frühstück.
Laut Plan sollte der Mittwoch ein Aktionstag mit Carolin von Glokal werden, wurde aber zu einem Aktionstag mit Jule, da Carolin verhindert war. So starteten wir also um neun Uhr mit dem Programm. Zusammen mit Jule errechneten wir unseren Ökologischen Fußabdruck, merkten wie schnell man Statistiken fälschen bzw. in ein anderes Licht drücken kann und zu guter Letzt spielten wir ein Planspiel. In dem Planspiel diskutierten wir aus verschiedenen Positionen unsere Meinungen zu dem Thema Biosprit. Nach kurzer Einlesezeit und einer langen, langen Diskussionsrunde kamen wir letztendlich doch noch zu einem Ergebnis, mit dem Einige mehr oder weniger zufrieden waren!
Nach dem Aktionstag war der dritte Tag schon so gut wie vorbei und wir gingen voller Zufriedenheit in unseren „Feierabend“

Am Donnerstag stand als erstes ein weiteres „Juleica-Thema“ auf dem Plan. Diesmal befassten uns mit der geschlechtbewussten Jugendarbeit. Hierfür bildeten wir mehrere Kleingruppen, die sich alle mit den gängigen Vorurteilen gegenüber Männern und Frauen und den Vor- und Nachteilen des jeweiligen Geschlechtes befassten. Viele Vorurteile waren allen bekannt und die gesammelten Erfahrungen konnten auch von den meisten bestätigt werden. Danach erläuterten wir zusammen mit Jens, wie wir in unseren Jugendgruppen geschlechtbewusst arbeiten können.
Nach dem Mittagessen ging es weiter mit dem Energiecheck einer Turnhalle an dem Burkhard auch teilnahm. Dort wurden uns Heiztechniken und Verfahren gezeigt, wie man eine Turnhalle Energiebewusst heizen kann. Es wurden aber auch einige Mängel festgestellt. Nachdem wir uns mit Kaffee und Kuchen gestärkt hatten, führte Burkhard eine Stimmungsbildabfrage zu unseren Einsatzstellen durch. Es ergab sich, dass die meisten in ihren Einsatzstellen zufrieden sind, auch wenn es an einigen Stellen noch Verbesserungsvorschläge gibt. So wurde zum Beispiel gewünscht, dass ein paar Einsatzstellen den FöJ'lern mehr eigenen Gestaltungsfreiraum geben.
Am Abend haben wir dann den Film „Die 3 Revolution“ geschaut. Dieser hat einige zum Nachdenken angeregt und führte am Ende zu einigen Diskussionen.
Danach durften wir den Abend selbst gestalten.

Der Freitag begann wie die anderen Tage. Erst wurden wir mit (viel zu lauter) Musik geweckt und gingen dann zum Frühstück. Danach fand unser Erste Hilfe-Kurs statt. Da viele den „kleinen“ Schein schon hatten, sorgte dies am Anfang für ein wenig Unmut. Die etwas gedrückte Stimmungen heiterte sich aber schnell auf, da unserer Referent den Kurs sehr lebhaft und interessant gestaltete. Bei vielen Übungen wurde die ganze Gruppe mit einbezogen. So durften wir uns selbst bandagieren, die stabile Seitenlage üben und eine gefühlte Ewigkeit einen Plastiktorso wiederbeleben.
Unseren Abschlussabend gestalteten wir in der Sporthalle. Dort haben wir einige Ballspiele, wie zum Beispiel Völker- und Brennball, gespielt. Danach fuhren ein paar Leute noch feiern, der Rest vergnügte sich anderweitig.

Am letzten Tag wurde nur noch das nächste Seminar geplant. Da dies ein Selbstversorgerseminar werden sollte, gab es einiges zu besprechen. So musste geplant werden welche Gruppe an welchem Tag kocht, was dafür benötigt wird und ob wieder Fahrgemeinschaften gebildet werden sollten.
Nachdem alles ausreichend geklärt war machten sie alle Richtung Heimweg auf. Viele fuhren mit ihrem Auto oder mit dem ASC-Bus. So endete das dritte Seminar, auf dem wir alle einiges lernen konnten.