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Seminarbericht BFD-Welcome Einführungsseminar

20.02.2017 | Bereich: Seminare

Am Dienstag, den 14.02.2017, traf sich unsere kleine Seminarrunde BFD-Welcome 3 in der Jugendherberge in Göttingen. Neun Teilnehmer und drei Referenten kamen an diesem Tag zusammen, um die bisherigen Erfahrungen im jeweiligen Freiwilligendienst zu reflektieren, neue Erkenntnisse über den Freiwilligendienst zu erhalten und neue Menschen kennenzulernen. Neben fünf deutschen Teilnehmern gehörten auch zwei Syrer, sowie zwei Iraker zu der Gruppe. Daher stand, neben den Ausführungen zum Freiwilligendienst seitens der Referenten, auch ein kurzer Sprachexkurs ins Arabische an. Außer den bekannten Alltagsfloskeln wie „Danke“, „Bitte“ oder „Guten Morgen“, lernten wir dabei auch die Wochentage kennen und konnten ausprobieren, unsere Vornamen auf Arabisch zu schreiben.

Nach dem offiziellen Infoteil ging es dann abends gemeinsam ins Bowlingcenter, wo der Spaß eindeutig im Vordergrund stand. Am Mittwoch begann der Tag dann nach dem Frühstück mit einer Praxiseinheit Sport. Dabei wurden unterschiedliche Sportarten ausprobiert. Zunächst gab es eine Einführung in die Trend-Sportart Parcours. Aufgebaute Hindernisse galt es, möglichst effektiv zu überspringen oder zu erklimmen. Danach gab es eine kurze Einheit „Cross-Fit“, bei der unterschiedliche Übungen zum Trainieren unterschiedlicher Muskelpartien bewältigt werden mussten. Abschließend gab es noch eine kleine Handball-Lektion, die nach einigen typischen Trainingselementen in einem Spiel gipfelte. Am Nachmittag war dann wieder etwas Theorie angesagt. Die vier Flüchtlinge in unserer Gruppe berichteten in dieser Zeit von ihrer Flucht und aus ihren Heimatländern. Besonders die Fluchtursachen wurden in beeindruckender Weise geschildert und halfen, die Lebensumstände der Menschen in den Herkunftsländern besser zu verstehen und in Zukunft sensibler mit dem Thema umgehen zu können. Nach den Schilderungen der Beweggründe für die Flucht und der unterschiedlichen Routen, die die vier Teilnehmer nach Deutschland geführt haben, stand eine weitere kleine Einheit Arabisch auf dem Programm. Diesmal lernten wir die Zahlen  von 1-10. Da an diesem Tag draußen die Sonne schien und das Thermometer auf angenehme 12 Grad geklettert war, beschlossen wir, uns nach dem Pflichtprogramm Göttingen etwas genauer anzuschauen. Entlang des botanischen Gartens ging es in die Innenstadt, wo wir zunächst Göttingens berühmteste Bewohnerin, das Gänseliesel, sowie das alte Rathaus besuchten. Danach begann der gemütliche Teil, zuerst in einem Cafè, danach bei einem gemeinsamen Essen. Die Zeit nutzten wir, um uns gegenseitig besser kennenzulernen, tauschten uns über unsere Freiwilligendienste aus und unterhielten uns intensiv über die Unterschiede in der Sprache, im Alltag und in den Traditionen unserer Heimatländer aus. Ausklingen ließen wir den Abend in der Jugendherberge beim gemeinschaftlichen Fußball-Gucken, Billard spielen und weiteren Gesprächen. Aufgrund der guten Stimmung innerhalb unserer Gruppe, waren wir dann auch alle etwas traurig, als mit Donnerstag bereits der letzte Tag anbrach. Im letzten Theorie-Block des Seminares ging es um die Struktur des Sports, sowohl in Deutschland, als auch in den Herkunftsländern der anderen Teilnehmer. Neben vielen Unterschieden, vor allem in der verbandlichen Organisation, konnten doch bei den beliebtesten Sportarten auch Gemeinsamkeiten festgestellt werden. Wenig überraschend ist dabei, dass Fußball in allen drei Ländern Sportart Nummer 1 ist. Doch auch Handball und Basketball erfreuen sich offensichtlich in Syrien und dem Irak großer Beliebtheit, was man nicht zuletzt an der Tatsache sehen konnte, dass beide syrischen Teilnehmer in der ersten Liga gespielt haben, einer als Handballer, der andere als Basketballer. Neben dem Sport lag der Fokus zum Abschluss auch noch einmal auf unseren unterschiedlichen Einsatzstellen und Aufgaben. Dabei wurde ein Eindruck vermittelt, wie unterschiedlich die Arbeit als Freiwilliger sein kann. Außerdem gab es noch einen kurzen Ausblick auf das kommende Seminar. Nach einem schnellen Mittagessen, verabschiedeten sich dann alle Richtung Heimat- im Gepäck nicht nur eine Vielzahl neuer Eindrücke und Informationen, sondern vor allem auch neue Freundschaften und die Vorfreude auf das baldige Wiedersehen in Göttingen.

Laura Busch