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Auftaktveranstaltung BFD welcome

06.04.2016 | Bereich: News

Drei Monate nach Einführung des Bundesfreiwilligendienstes mit Flüchtlingsbezug nehmen bereits über 2.000 freiwillig Engagierte teil, knapp ein Viertel davon sind Flüchtlinge. Der ASC Göttingen vergibt als Träger für den Sport 45 Plätze in Niedersachsen und lud für den 4. April zur Auftaktveranstaltung nach Göttingen ein.

Der Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug im Sport, kurz BFD Welcome, ist in Niedersachsen erfolgreich gestartet. Zur offiziellen Auftaktveranstaltung in den Räumen des ASC Göttingen von 1846 e.V. konnte Projektleiter Matthias Hansen 16 Freiwillige sowie Gäste vom LandesSportBund Niedersachsen e.V. (LSB) und Mitarbeiter des ASC Göttingen begrüßen.
Die Freiwilligen berichteten über ihre vielfältigen Tätigkeiten in den Sportvereinen und über ihre persönlichen Erfahrungen in der Arbeit mit Flüchtlingen. Auf die Frage, ob die Freiwilligen Verbesserungsmöglichkeiten im Sportbereich sehen, waren sich die jungen Engagieren schnell einig: Vor allem die Vielfalt der Angebote spielt eine zentrale Rolle für eine gelingende Integration. Aus ihrer Sicht müssen Räume geschaffen und Materialien verfügbar sein, durch die unterschiedlichste Sport- und Bewegungsangebote erst möglich werden. Kinan Nader, syrischer Freiwilliger aus Bremerhaven, hebt zudem heraus, dass für Flüchtlinge im Freiwilligendienst vor allem die Akzeptanz durch die Sportlerinnen und Sportler wichtig ist. Als Übungsleiter im Basketball ist er darauf angewiesen, dass ihm Vertrauen entgegengebracht wird und seine Qualifikationen anerkannt werden.
Norbert Engelhardt, der stellvertretende Vorsitzende des LSB und Stefanie Kosik, Mitarbeiterin im Team „Integration, Sport und Soziale Arbeit, Soziales“, informierten auf Anfrage einer Freiwilligen über verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten für Sportvereine. Der LSB kann unter anderem Sport- und Bewegungsangebote zur Integration von Flüchtlingen oder aber Angebote speziell für Flüchtlinge finanziell fördern. Darüber hinaus unterstützt der LSB auch die Einrichtung von Freiwilligendienstplätzen über das Bundesprogramm „Integration durch Sport“.
Beeindruckt zeigte sich Engelhardt von den vielfältigen Tätigkeitsbereichen der Freiwilligen. Er betonte, dass das gemeinsame Ziel von LSB und ASC die Besetzung aller BFD-Plätze im Bereich Sport in Niedersachsen ist. Jörg Schnitzerling ergänzt, dass vor allem eine langfristige Besetzung der Plätze notwendig sein wird. Er ist sich sicher, dass die aktuellen Herausforderungen, die den gesamten Sportbereich betreffen, durch beständiges und zukunftsorientiertes Engagement erfolgreich gemeistert werden.
Sprache und Spracherwerb ist in den Debatten um gelingende Integration immer wieder Thema. Während der Auftaktveranstaltung wurde daher von einem Teilnehmer ins Arabische übersetzt. Dass dies während der Sport- und Bewegungsangebote nicht zwingend notwendig ist, fasst Dario Wolany vom SC Hainberg e.V. in einem kurzen Satz zusammen: „Sport spricht eben alle Sprachen!“

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