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Seminarbericht BFD Welcome Einführungsseminar 04. bis 08. April 2016

07.06.2016 | Bereich: News

Die BFD Welcome-Seminargruppe bestand aus 16 Teilnehmern, davon 5 Flüchtlinge und ein interkultureller BFDler mit Flüchtlingsbezug aus Tunesien.
Die Woche begann mit einer offiziellen Veranstaltung im ASC Clubhaus. Projektleiter Matthias Hansen vom ASC Göttingen eröffnete die Veranstaltung. Während der Veranstaltung ging es um einen Erfahrungs- und Wissensaustausch im Bereich der Flüchtlingsarbeit zwischen den aktuellen BFD Welcome Freiwilligen, Herrn Engelhardt und Stefanie Kosik vom LandesSportBund Niedersachsen,  sowie dem Vorsitzenden des ASC Göttingen, Herrn Schnitzerling, und weiteren Mitarbeitern vom ASC Göttingen. Stellvertretend für alle Freiwilligen gaben ein paar junge Menschen einen Einblick in die Aufgaben innerhalb ihrer Einsatzstellen.

Zum Ende der Veranstaltung konnten von beiden Parteien Fragen gestellt werden. Auf die Frage von Herrn Schnitzerling was die BFDler als erstes benötigen, um Sport mit Flüchtlingen zu treiben, antwortete ein Flüchtling selbst mit Vertrauen und Offenheit. Im Anschluss an die Veranstaltung tauschten sich alle Anwesenden bei Kaffee und Kuchen aus, ehe es zurück zur Jugendherberge ging, wo das Seminar fortgeführt wurde.
Zurück in der Jugendherberge folgte nach einer kurzen Kennlernrunde die erste Einheit des Sprachunterrichts. Dieser wurde von den Flüchtlingen geleitet und durchgeführt. Deutsch-arabisch, arabisch-deutsch hieß es nun für gut eine Stunde. Der Sprachkurs fand an jedem Tag statt, zunächst mit alltäglichen Begriffen, dann mit dem Alphabet und letztendlich mit Begriffen und Ausrufen im Sport.
Die theoretischen Inhalte während der Seminarwoche wurden häufig in Kleingruppen erarbeitet und im Plenum besprochen, da die Flüchtlinge sich so besser miteinbringen konnten. Meistens wurden die Gespräche im Plenum von einem Flüchtling auf Arabisch übersetzt, sodass jeder die Inhalte verstand. Die BFDler erarbeiteten u.a. das Übungsleiterverhalten: wie motiviere ich, wie baue ich eine Sportstunde auf, wie gehe ich mit Problemfällen um und was wünschen sich die Flüchtlinge vom Übungsleiter. Außerdem wurden die politische Lage und der Fluchtweg der Flüchtlinge auf einem Plakat niedergeschrieben. Die deutschen BFDler halfen den Flüchtlingen die Fragen zu verstehen und ihre Antwort zu Papier zu bringen. Auch die Referenten Kora, Bastian und Roland waren bei den Einheiten des Sprachkurses intensiv dabei.
In dieser Seminarwoche wurde viel Sport getrieben. Drei Flüchtlinge übernahmen die Rolle des Übungsleiters in den Sportarten Volleyball, Basketball und Schwimmen. Die BFDler konnten sich auspowern und lernten die eine oder andere Dehnübung sowie Spiele kennen. Die Flüchtlinge konnten sich im Übungsleiterverhalten üben und uns ihre Sportarten näherbringen. In der Eiswiese wurde gerutscht, mit Wasser gespritzt und später in der Unterrichtseinheit lernten die BFDler Brustschwimmen und Kraulen.
Neben Sport und den theoretischen Inhalten besuchten wir das Museum und das Erstaufnahmelager für Flüchtlinge in Friedland. Das Museum zeigte die Geschichte aus Friedland ab 1945 bis heute. Durch die Dolmetscherin verstanden alle BFDler, dass die Flüchtlinge nicht die erste große Einwanderungsgruppe sind. Bereits vor mehreren Jahren wurden in Friedland Zelte aufgebaut, da aufgrund der hohen Zuwanderung von Spätaussiedlern die Kapazitäten nicht ausreichten. Im Lager betrachteten wir die historischen Gebäude und die unterschiedlichen Anlaufstellen. Unsere Flüchtlings-BFDler fanden schnell Kontakt zu Kindern und jungen Erwachsenen.
Die Abende wurden in dieser Seminarwoche gesellig verbracht, um den Austausch weiter zu fördern, zum Beispiel war die Seminargruppe Bowlen, nach der Stadtführung noch in der Stadt geblieben und haben gemeinsam in der Jugendherberge gegrillt.
Die Reflektion brachte hervor, dass die BFDler gerne noch mehr Sport gemacht, gerne gemeinsam arabisch gekocht und noch mehr den Umgang mit Problemfällen geübt hätten.

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